2. Auftritt des LandesMännerChores Brandenburg
20.09.2026 Chorfestival d’aChor Potsdam
Nach der begeistert aufgenommenen Premiere des LandesMännerChores beim Konzert von Quartonal im Juni 2026 folgte im Rahmen des Potsdamer Chorfestivals d’aChor der erste eigenständige Auftritt.
Der LandesMännerChor trifft sich 4x im Jahr und probt an einem Wochenende unterschiedliche Stücke. Stimmliche Anregungen und Hinweise für die Sänger gibt Alexander Lust, er begleitet den LandesMännerChor mit seiner gesangspädagogischen Expertise.
Für diesen Auftritt im September trafen sich 15 Männer am Sonnabend in Potsdam Schlaatz und stimmten sich aufeinander ein. Einige Sänger waren das erste Mal dabei, andere kannten sich bereits vom Frühjahr. Das Chorfestival ließ nur einen kurzen Zeitrahmen von 15 Minuten, so dass drei Stücke ausgesucht wurden, welche grob die Interessen und das Leistungsvermögen des Chores demonstrieren konnten. Gleich für das erste Stück waren auch für die Sänger neue Gegebenheiten zu beachten, doch lag in deren Umsetzung ein Schwergewicht der Darbietung. Die Kombination von Chorgesang und Solosaxophon ist äußerst ungewöhnlich, daher brauchte es einige Abstimmung mit Roland Köhler, dem versierten Saxofonisten.
Am Tag des Chorfestivals (Sonntag) gestaltete der LandesMännerChor zunächst einen Workshop in der Lobby des Hans-Otto-Theaters. An einer zentralen Stelle mit weittragender Akustik boten wir den Zuhörenden unser Programm, unterbrochen von einigen Ausführungen und Erläuterungen des Chorleiters, Hans-Joachim Lustig. Schon da begegnete den Männern viel Aufmerksamkeit und Lobesapplaus, was die Sänger für das Kommende noch zusätzlich motivierte. Im Programmblock erklang der Chor an letzter Position und verblüffte das Publikum, denn nach der Ankündigung erschien niemand auf der Bühne. Nur das Saxofon war zu hören und ließ nicht erkennen, welches Stück folgen würde. Dann begannen die Männer mit einer Basslinie und nahmen auf der Bühne Aufstellung. Nun erst wurde nach und nach deutlich, dass sie „Mad World“ von Tears for Fears/ Gary Jules sangen. Improvisation vom Saxofon und gegliederter Männerchorsatz flossen ineinander über und nahmen die Zuhörenden für 6 Minuten in ihren Bann. Für den eher traditionellen Teil des Programms stand Mendelssohn-Bartholdys „O lux beata trinitas“, mit welchem die Sänger ihre dynamische Vielfalt und harmonische Sicherheit demonstrieren konnten. Den Abschluss bildete „Joshua fit the battle of Jericho“, das eine souveräne Klangfülle und dennoch Leichtigkeit erfahren ließ.
Der Auftritt wurde mit lautem Applaus und „Bravo“-Rufen belohnt, was die Sänger zur weiteren Arbeit miteinander anspornt.

